1. Tripolis-Krieg (1801 - 1805)

Vor ca. 200 Jahren kämpften erstmals Amerikaner in der islamischen Welt. Kurz nachdem Jefferson in 1801 amerikanischer Präsident wurde, gab es bereits einen "Krieg gegen den Terror" und zwar gegen die Piraterie der sogenannten Barbaresken.

Zu den so genannten Barbareskenstaaten gehörten Tripolis, Algier und Tunis, die seit dem 16. Jahrhundert Teil des Osmanischen Reichs waren. Deren Stadthaltern wurde vom Sultan freie Hand gewährt, sofern sie einen jährliche Abgabe zahlten und Gefolgschaft in allen außenpolitischen Angelegenheiten leisteten, was bis hin zum Krieg gehen konnte.

Von Anfang an war Piraterie die wichtigste Einnahmequelle. Die Freibeuter nannten sich jedoch nicht Piraten, sondern Korsaren, da sie doch gewissermaßen im Staatsauftrag handelten. Die Jagdmethode auf jedes Segel vor der Küste der Barbareskenländer war einfach: Sie kreuzten das Mittelmeer in kleinen, schnellen Schiffen, brachten die Handelsschiffe auf, überwältigten der Mannschaft  und verschleppten diese zumeist, damit anschließend aus den Heimatländern Lösegelder erpresst werden konnten.

Allerdings gab es auch Möglichkeiten, sich diesen Angriffen zu entziehen: Länder die ihre Schiffe schützen wollten, schlossen Schutzgeldverträge. Freilich konnten sich das nicht alle leisten, so dass vor allem kleiner Staaten und Städte, wie Genua, Malta aber auch Hamburg und Bremen das Mittelmeer stets unter sehr hohem Risiko durchkreuzten.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts befuhren auch amerikanische Schiffe das Mittelmeer. Diese Schiffe waren solange geschützt, als dass sie Teil des britischen Reiches waren. Mit dem Erlangen der amerikanischen Unabhängigkeit, änderten sich diese Verhältnisse. Es war nun an den Amerikanern selbst, entsprechende Schutzgeldverträge abzuschließen. Sie schickten Konsuln nach Algier, Tunis und Tripolis, meist ehemalige Kapitäne, die langjährige, leidvolle Erfahrungen in den Barbareskenstaaten gesammelt hatten. Aus diesem Grund traf in Tripolis in 1799 der ehemalige Seemann James Cathcart ein. Jusseff Karamanli, despotischer Stadthalter von Tripolis, der mit eiserner Hand regierte, vereinbarte mit Cathcart zunächst einen Schutzgeldvertrag, der 18 000 US-Dollar pro Jahr sowie ein einmaliges „Konsulargeschenk“ von 4000 Dollar vorsah. Cathcart war mit diesem Abschluss sehr zufrieden. Karamanli hingegen fand heraus, dass seine Nachbarn, die Herren von Algier und Tunis, zu wesentlich höheren Beträgen abgeschlossen hatten. Er setzte Cathcart daraufhin unter Druck und verlangte im Frühjahr 1801 einen neuen Vertrag mit einem Schutzgeld von 250.000 US-Dollar plus 25.000 US-Dollar Sondervergütung. Cathcart hatte weder Geld noch Verhandlungsspielraum und konnte die Forderung Karamanlis nicht erfüllen, so dass einige Wochen später sein Konsulat gestürmt und die amerikanische Flagge eingeholt wurde. Dies kam einer Kriegserklärung an die USA gleich.

Karamanlis Reich hatte ungefähr die Grenzen des heutigen Libyens: An der knapp 2000 Kilometer langen Küste lagen die Provinzen Tripolitanien im Westen, deren Mittelpunkt die Hauptstadt Tripolis war, und Cyrenaika mit der Provinzhauptstadt Derna im Osten.

Die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten war zu diesem Zeitpunkt noch relativ schwach. Da dem amerikanischen Präsidenten Jefferson die Tributzahlungen jedoch ein Dorn im Auge waren, entsendete er ein aus drei Fregatten (Präsident, Essex und Philadelphia) und einer Sloop bestehendes Geschwader auf Beobachtungsmission. Die amerikanische Flotte unter dem Befehl von Kommodore Richard Dale erreichte Gibraltar am 1. Juli 1801 und segelte von dort nach Tripolis weiter. Tripolis, rein geografisch durch ein Riff, aber auch durch eine große Zitadelle und ein Fort geschützt, wurde fortan, also ab Sommer 1801 drei Jahre lang mit einer Seeblockade belegt. Doch der Erfolg war bescheiden und im Oktober 1803 ereignete sich das Fiasko: die Fregatte „Philadelphia“ unter Kapitän William Bainbridge folgte nah der Küste einen tripolitanischen Schiff und lief dabei auf ein Riff. Kanonenboote beschossen daraufhin Masten und Rigg der Fregatte, die ihre Kanonen aufgrund einer starken Schlagseite nicht einsetzen konnte. Ein paar Stunden später ergab sich die Mannschaft ohne Kampf. Karamanli nahm die 308 Mann Besatzung in Gefangenschaft, die Schmach für die junge amerikanische Admiralität war gewaltig. Darüber hinaus stelle die USS Philadelphia mit ihren 44 Kanonen nunmehr eine Gefahr dar, denn Karamanli hätte die Fregatte auch für seine Freibeutermissionen einsetzen können.

Den Vereinigten Staaten war recht schnell klar, dass es unmöglich ist, die USS Philadelphia zurück zu holen. Deshalb entwickelten Sie den Plan, diese wenigstens zu zerstören. Im Februar 1804 war es dann soweit. Ein gut trainiertes und speziell vorbereitetes Elitekommando der Amerikaner unter Leutnant Stephen Decatur erreichte auf der „Intrepid“, einer zuvor gekaperten tripolitanischen Ketsch mit Lateinersegeln, am 04. Februar bei anbrechender Dunkelheit den Hafen von Tripolis. Vor der Küste wartete weiterhin das Fluchtschiff „Siren“. Ein tripolitanisches Wachtboot kam längsseits und verlangte Auskunft, worauf ihm der Lotse antwortete, dass man von Malta käme um junge Bullen zu holen. Noch schöpfte man keinen Verdacht. Im fahlen Licht der Dämmerung zeichneten sich die Umrisse der „Philadelphia“ ab, die im inneren Hafen ankerte. Das Schiff wurde von einer Wachmannschaft gesichert, die Stückpforten waren geöffnet. Ein weiteres Wachtboot näherte sich der „Intrepid“ mit der Aufforderung, sich von der Philadelphia fern zu halten. Doch der Lotse der „Intrepid“ antwortete, dass man unterwegs den Anker verloren habe und ob es deswegen nicht möglich wäre, an der Fregatte fest zu machen. Dies wurde erlaubt, so dass anschließend selbst die Wache der Philadelphia half, das deutlich kleinere Schiff festzumachen. In diesem Moment muss jemand Lunte gerochen haben, denn plötzlich wurde Alarm gegeben. Das Spezialkommando enterte sofort die Fregatte, überwältigte die Wachmannschaft und begann damit, Sprengladungen am Rumpf zu befestigen, was innerhalb weniger Minuten gelang. Jetzt musste alles ganz schnell gehen. Die Lunten wurden in Brand gesteckt und die Amerikaner verließen unter heftigem Beschuss die Fregatte, um wieder auf die „Intrepid“ zu gelangen. Erstaunlich, dass ob des heftigen Beschusses aus den Küstenbatterien die Flucht gelang, und das sogar ohne Verluste. Alle Amerikaner konnten sich auf die „Siren“ retten. Hinter ihnen brannte die „Philadelphia“, löste sich von den Leinen und sank nach einer Explosion.

Die Amerikaner hatten diese fast aussichtslose Mission mit Bravour gemeistert. Dieses Husarenstück, das Großbritanniens Admiral Horatio Nelson mit den Worten: „Der kühnste und verwegenste Coup dieser Zeit“ adelte, gab Offizieren und Mannschaften der jungen US-Navy Selbstvertrauen und neuen Mut. Doch die 308 Seeleute blieben weiterhin in Gefangenschaft. Karamanli forderte eine Million US-Dollar Lösegeld!

Im vierten Kriegsjahr, im Sommer 1804, tauchte abermals ein Einsatzkommando unter Leitung von Commodore Edward Preble vor Tripolis auf. Die aus der Fregatte „Constitution“ (Dreißig 24-Pfündern und sechs 26-Pfündern), sowie 12 Briggs, Schonern und Kanonenbooten bestehende Flotte begann am August 1804 damit das Schloss und die Küstenbatterien zu beschießen, um kurz darauf mit Karamanli in Verhandlungen einzutreten: Insgesamt 90.000 Dollar wurden Karamanli angeboten, der jedoch auf 150.000 US-Dollar Einmalzahlung und zusätzlich zu entrichtenden jährlichen Tribut bestand. Es konnte keine Einigung erzielt werden, so dass die Beschießung weiter ging.

Da sich die Mission, Karamanli von See aus zu besiegen, als ziemlich aussichtslos erwies, schmiedeten die Amerikaner einen anderen Plan. Sie wollten Karamanli stürzen, indem zunächst Ahmed Karamanli, der im ägyptischen Exil lebenden, älteren Bruder des Herrn von Tripolis, in Derna, der Hauptstadt der tripolitanischen Provinz Cyrenaika, als Gegenherrscher inthronisiert wird, um anschließend mit einem Armeekommando auf Tripolis zu marschieren und den Despoten abzusetzen. Mit diesem Geheimauftrag wurde William Eaton betraut, der nach der Einwilligung Ahmed Karamanlis eine ca. 500 Mann starke, wild zusammen gewürfelte Truppe, bestehend aus wenigen Amerikanern, griechischen Söldnern und berittenen Arabern aufstellte. Anschließend machte sich der Tross zu Fuß auf den Weg nach Dema, 800 Kilometer durch die Libysche Wüste.

Eaton kam mit seinen Leuten nur äußerst langsam voran, dazu kamen Versorgungsprobleme und innere Reibereien. Nach über sieben Wochen erreichte Eatons verwegener Trupp endlich die Küstenstadt Derna. Eaton begann unmittelbar mit der Belagerung. Unterstützt wurde er dabei von zwei Kriegsschiffen, die Dema unter Beschuss nahmen. Der Gouverneur von Dema erkannte seine aussichtslose Lage und gab bereits nach kurzer Zeit auf. Beinahe zeitgleich ereilte Eaton jedoch die Meldung, dass man sich mit Jusseff Karamanli geeinigt und einen Friedensvertrag unterzeichnet hatte. Eaton und seine christlichen Soldaten samt Ahmed Karamanli wurden daraufhin von der USS Constellation aufgenommen.

Dieser seltsame Krieg der USA mit Tripolis gehört längst zur stolzen Tradition der US-Marines und findet sich auch im amerikanischen Liedgut wieder. Bis heute lautet es im Text „From the Halls of Montezuma / To the shores of Tripoli, / We fight our country’s battles ...“

Quasi-Krieg (1798 - 1800)

Zwischen 1798 und 1800 bekämpften sich die Vereinigten Staaten und Frankreich in dem so genannten Quasi-Krieg (Quasi War), in den Staaten auch als Unerklärter Krieg mit Frankreich (Undeclared War with France) oder Scheinkrieg bezeichnet, obwohl von beiden Seiten keine offizielle Kriegserklärung erfolgte. Dennoch handelt es sich dabei um den ersten Krieg der Vereinigten Staaten mit einer anderen Nation.


1778 schlossen USA und Frankreich den Treaty of Alliance, auch bekannt als Franco-American Alliance, ab. Darin sollte die Verbundenheit der beiden Nationen zum Ausdruck gebracht werden, welche während der Amerikanischen Revolution auf militärischer und finanzieller Ebene gewachsen war. Hauptelement des Vertrags war die gegenseitige Zusicherung von Hilfsleistungen für den Fall eines Konflikts mit England. Die Franzosen setzten ihre Unterstützung auch nach der amerikanischen Unabhängigkeit fort und gewährten der jungen Nationen hohe Darlehen.


Nach der Französischen Revolution sah man in Washington von einer Rückzahlung ab, denn das Darlehen wurde unter Herrschaft des Monarchen Ludwig XVI. gewährt und dieser sei abgesetzt und damit auch die Verbindlichkeiten erloschen.


Währenddessen kamen sich England und die Vereinigten Staaten wieder näher. 1974 wurde der Jay-Vertrag geschlossen um den Handel zwischen den beiden Ländern wieder zu beleben, denn die Amerikaner waren für Europa ein wichtiger Lieferant für Lebensmittel.


Paris war durch den zwischen USA und England geschlossenen Jay-Vertrag aufgebracht. Dieser Vertrag wurde in Frankreich als Beweis der wachsenden amerikanisch-britischen Freundschaft und als Verstoß gegen den Treaty of Alliance angesehen, weshalb man begann amerikanische Handelsschiffe mit Ziel England aufzubringen. Dabei waren es gerade die Franzosen, die während der Revolutionsjahre auf Getreidelieferungen aus den Vereinigten Staaten angewiesen waren. Jedes Schiff mit englischer Ware wurde als Prise angesehen. Ein französischer Politiker meinte im Scherz, dass sogar die Anwesenheit eines britischen Taschentuchs zur Kaperung berechtige.


Präsident John Adams entsandte 1797 eine Delegation um die Unstimmigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Französischen Republik auszugleichen. Die drei von Adams beauftragten Diplomaten sollten sich mit dem französischen Außenminister Talleyrand treffen.


Erst nach langen Verzögerungen trafen die Amerikaner auf Mittelsmänner von Talleyrand. Diese forderten neben einer Entschuldigung für kritische Äußerungen des amerikanischen Präsidenten an Frankreich, zusätzlich einen hohen Geldbetrag und Bestechungsgelder vor der Wiederaufnahme von Gesprächen. „Millionen für die Verteidigung, nicht einen Cent für Triute.“, wurde daraufhin in den Staaten zu einem geflügelten Wort.


Überzeugt, dass weitere Verhandlungen hoffnungslos waren, kehrten die drei Kommissare in die Vereinigten Staaten zurück und berichteten ihrem Präsidenten. In ihrem Bericht wurden die französischen Gesprächspartner mit X, Y und Z bezeichnet. Der diplomatische Konflikt ging als XYZ-Affäre in die Geschichte ein.


„Ich werde nie wieder einen Minister nach Frankreich senden, ohne Zusicherungen, dass er als der Vertreter einer großen, freien, mächtigen, und unabhängigen Nation empfangen, geachtet und geehrt wird.“, erklärte Adams daraufhin.


Die Amerikanisch Öffentlichkeit war nach Veröffentlichung der Berichte empört, und der Kongress begann eine Serie von Maßnahme zu erlassen um eine Armee auszuheben und eine Marinenabteilung einzurichten.


Am 25. Juni 1798 wurde ein Gesetz zum Schutz amerikanischer Handelsschiffe (Act to Authorize the Defense of the Merchant Vessels of the United States against French Depredations) verabschiedet. Die fertig gestellten Fregatten President (44), Congress (36) und Chesapeake (36) wurden für den Einsatz vorbereitet.


Zusätzlich wurden einseitige Verträge mit Frankreich annulliert. Private und öffentliche Schiffe wurden ermächtigt französische Schiffe anzugreifen, welche für den amerikanischen Handel eine Gefahr darstellten.


Benjamin Stoddert, er wurde im Juni 1798 Secretary of the Navy, entwarf den Plan die Franzosen in der Karibik zu treffen. Auf der einen Seite konnten die Schiffe der U.S. Navy dort eigene Schiffe eskortieren und gleichzeitig gegen Frankreich fahren. Zu Beginn des Jahres war nur ein Schiff in der Karibik stationiert, am Ende des Jahres sollten es schon 20 sein und 1800 ungefähr 30 mit 700 Offizieren und 5.000 Seeleuten. Gleichzeitig forcierte Stoddert den Ausbau der Marine. Er kaufte große Mengen Holz und Gelände für neue Docks.


Höhepunkt des ersten Kriegsjahrs war die Eroberung der französischen Fregatte l'Insurgente im Februar 1799 durch USS Constellation unter dem Kommando von Thomas Truxtun. Diesen Erfolg verdankte Truxtun dem Unvermögen der französischen Besatzung, denn das schnelle französische Schiff wäre ihm sicher entkommen. Eine Sturmböe traf die Schiffe und die l’Insurgte verlor dabei die Großstenge.


Zusätzlich konnten in im Winter 1798-99 neunzehn französische Freibeuter von amerikanischen Schiffen aufgebracht werden. Die Franzosen reagierten und gegen Ende des Jahres erreichten weitere sechs Kriegsschiffe die Antillen um den amerikanischen Handel zu stören.


Doch die Amerikaner hielten dagegen. Die Constellation besiegte die la Vengeance am 1. Februar 1800 in einem dramatischen Gefecht. Zweimal strich die Vengeance die Flagge, aber aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse wurde dies nicht bemerkt. Die Constellation war ebenfalls schwer beschädigt und man konnte die Fahrt erst fortsetzen, nachdem alle Wanten und Stage gekappt wurden. Nachdem man die Vengeance nicht mehr ausmachen konnte, nahm man an diese sei gesunken. Tatsächlich konnte sich das Schiff, obwohl nur noch mit Stümpfen von Besan- und Fockmast ausgestattet, nach Curacao durchschlagen.


Und es gelang sogar in den Hafen von Santo Domingo, die Spanier waren zu dem Zeitpunkt mit Frankreich verbüdnet, einzudringen, und die Kanonen der Festung zu vernageln.


Die Briten betrachteten den Konflikt als lachender Dritte, denn ein weiterer Verbündeter im Kampf gegen das revolutionäre Frankreich kam ihnen gerade recht. Obwohl die Royal Navy und die United States Navy gleichzeitig denselben Feind bekämpften, kam es nicht zu gemeinsamen geplanten oder aufeinander abgestimmten Operationen.


Allerdings verkauften die Engländer Munition und Versorgungsgüter an die amerikanische Regierung. Ein gemeinsames Signalsystem half bei der Identifizierung von Kriegs- und Handelsschiffen.


Präsident Adams wollte jedoch einen großen Krieg mit Frankreich vermeiden. Gleichzeitig befürchtete auch Talleyrand, dass der bisher nur auf See ausgetragene Krieg weiter eskalieren könnte, und stimmte deshalb Gesprächen mit einem neuen amerikanischen Emissär zu.


Dies kam nicht zuletzt auf Druck der Erfolge der United States Navy und der Royal Navy zustande. Zwischen 1798 und 1800 gelang es der U.S. Navy mehr als 80 französische Schiffe zu erobern.


Adams schickte, entgegen der öffentlichen Meinung und Druck der Opposition, 1800 einen Diplomaten nach Frankreich. Nach zähen Verhandlungen stimmte Frankreich schließlich ein den Vertrag von 1778 aufzuheben, wenn die Vereinigten Staaten gleichzeitig finanzielle Ansprüche aufgrund der Schiffsverluste fallen lassen.


Die junge Marine der Vereinigten Staaten konnte einen Achtungserfolg verbuchen, immerhin konnte den Kaperschiffen der Franzosen wirksam Einhalt geboten werden. Dennoch lief nicht alles ohne Probleme ab. Es zeigte sich, dass viele der eiligst für den Krieg umgebauten Handelsschiffe mit ihren schlecht ausgebildeten Seeleuten nicht so effektiv waren. Es fehlten ebenso die Routinen für die Instandsetzung von Schiffen in den Häfen.


Adams diplomatisches Geschick wurde nicht gewürdigt und er wurde nicht wiedergewählt.


Quellen:
  • NAVAL HISTORY BIBLIOGRAPHIES, NO. 4
  • U.S. Department of State
  • Seemacht

Krieg von 1812 (1812 - 1815)

Der Krieg von 1812 (War of 1812) wurde zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und England von Juni 1812 bis Frühjahr 1815 geführt, obwohl der Friedensvertrag bereits im Dezember 1814 unterzeichnet wurde. Die Hauptkämpfe zu Lande ereigneten sich entlang der Kanadischen Grenze, im Raum der Chesapeakebai und am Golf von Mexiko. Weiterhin gab es zahlreiche Kampfhandlungen auf See.


Im weltweiten Kampf zwischen Frankreich und England versuchte Amerika lange Zeit Neutralität zu bewahren. 1805 stellte sich die Situation für Amerika jedoch so dar, dass sich Amerika in wirtschaftlicher Hinsicht zwischen beiden Parteien in einer Blockadesituation befand. Der amerikanische Welthandel war extrem eingeschränkt: Die Engländer unterbanden den amerikanischen Handelsverkehr mit Französisch-Westindien und proklamierten die Blockade der gesamten europäischen Küste von Brest bis zur Elbmündung. Die Franzosen wiederum hatten die Order jedes amerikanische Schiff zu kapern, das Kontakt zu britischen Schiffen hatte und von Briten durchsucht worden war oder britische Häfen angelaufen hatte. Kein amerikanisches Handelsschiff konnte, ohne ein erhebliches Risiko einzugehen, von Frankreich beherrschte Gebiete anlaufen, oder für England bestimmte Waren führen.

Amerika konnte in dieser Situation nicht tatenlos zusehen. Dies umso mehr, da die Engländer ihre unumschränkte Seemacht ausspielten – zu dieser Zeit hatte England ungefähr siebenhundert Kriegsschiffe – und amerikanische Schiffe regelmäßig aufbrachten und auf englische Statsbürger sprich ehemalige Matrosen und damit Deserteure durchsuchte. Tatsächlich desertierten, ob der miserablen Zustände und schlechten Besoldung auf englischen Schiffen, etliche britische Matrosen, aber die Engländer nahmen es hier wohl etwas zu genau und zwängten wiederum Amerikaner in den britischen Militärdienst. In Amerika machte bald die Runde, dass auf diese Weise Tausende von amerikanischen Seeleuten in die englische Marine gepresst wurden. 

Thomas Jefferson von Charles Willson PealeUm in dieser Situation keinen Krieg herauf zu beschwören, wurde unter dem amerikanischen Präsidenten Jefferson ein Embargo-Gesetz erlassen, das den Handel mit dem Ausland ganz und gar untersagte. Die Folgen für die amerikanische Wirtschaft waren desaströs: Die eigene Schifffahrt wurde praktisch ruiniert und vor allem die von Exporten abhängige Landwirtschaft extrem geschädigt.
Die eigentliche Rechnung, dass die Engländer durch die Handelssperre ihre Außenpolitik ändern würden, erfüllte sich hingegen nicht. Jefferson lockerte das Embargo dahingehend, als dass nunmehr Handel mit allen Ländern außer mit Frankreich und England betrieben werden konnte. Das neue Gesetz beinhaltete gleichzeitig Verhandlungsspielraum mit England und Frankreich, denn es sah vor, dass die Einschränkungen gegenüber den beiden Kriegsparteien fallen würden, sobald eines der Länder wiederum die Blockadepolitik gegenüber den Vereinigten Staaten brechen würde. Letztendlich dauerte es bis 1810, ehe Napoleon offiziell das Ende seiner Restriktionen bekannt gab, allerdings änderte sich daraufhin wenig. Dennoch beschränkten die Amerikaner daraufhin ihr Embargo auf die Briten.
In der Folgezeit, unter dem neuen amerikanischen Präsidenten Madison, verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Amerika und England dramatisch, so dass man auf eine offene Konfrontation zusteuerte.  Madison präsentierte dem amerikanischen Kongress einen Bericht, der 6057 namentliche Fälle auswies, bei denen ein amerikanischer Matrose auf ein englisches Schiff gepresst wurde. Parallel dazu wurden im Nordwesten Amerikas viele Überfälle von Indianern auf amerikanische Siedlungen englischer Infiltration zugeschrieben. All dies war Grund genug, um England am 18. Juni 1812 den Krieg zu erklären.
 

Im weltweiten Kampf zwischen Frankreich und England versuchte Amerika lange Zeit Neutralität zu bewahren. 1805 stellte sich die Situation für Amerika jedoch so dar, dass sich Amerika in wirtschaftlicher Hinsicht zwischen beiden Parteien in einer Blockadesituation befand. Der amerikanische Welthandel war extrem eingeschränkt: Die Engländer unterbanden den amerikanischen Handelsverkehr mit Französisch-Westindien und proklamierten die Blockade der gesamten europäischen Küste von Brest bis zur Elbmündung. Die Franzosen wiederum hatten die Order jedes amerikanische Schiff zu kapern, das Kontakt zu britischen Schiffen hatte und von Briten durchsucht worden war oder britische Häfen angelaufen hatte. Kein amerikanisches Handelsschiff konnte, ohne ein erhebliches Risiko einzugehen, von Frankreich beherrschte Gebiete anlaufen, oder für England bestimmte Waren führen. Amerika konnte in dieser Situation nicht tatenlos zusehen. Dies umso mehr, da die Engländer ihre unumschränkte Seemacht ausspielten – zu dieser Zeit hatte England ungefähr siebenhundert Kriegsschiffe – und amerikanische Schiffe regelmäßig aufbrachten und auf englische Statsbürger sprich ehemalige Matrosen und damit Deserteure durchsuchte. Tatsächlich desertierten, ob der miserablen Zustände und schlechten Besoldung auf englischen Schiffen, etliche britische Matrosen, aber die Engländer nahmen es hier wohl etwas zu genau und zwängten wiederum Amerikaner in den britischen Militärdienst. In Amerika machte bald die Runde, dass auf diese Weise Tausende von amerikanischen Seeleuten in die englische Marine gepresst wurden.  Um in dieser Situation keinen Krieg herauf zu beschwören, wurde unter dem amerikanischen Präsidenten Jefferson ein Embargo-Gesetz erlassen, das den Handel mit dem Ausland ganz und gar untersagte. Die Folgen für die amerikanische Wirtschaft waren desaströs: Die eigene Schifffahrt wurde praktisch ruiniert und vor allem die von Exporten abhängige Landwirtschaft extrem geschädigt. Die eigentliche Rechnung, dass die Engländer durch die Handelssperre ihre Außenpolitik ändern würden, erfüllte sich hingegen nicht. Jefferson lockerte das Embargo dahingehend, als dass nunmehr Handel mit allen Ländern außer mit Frankreich und England betrieben werden konnte. Das neue Gesetz beinhaltete gleichzeitig Verhandlungsspielraum mit England und Frankreich, denn es sah vor, dass die Einschränkungen gegenüber den beiden Kriegsparteien fallen würden, sobald eines der Länder wiederum die Blockadepolitik gegenüber den Vereinigten Staaten brechen würde. Letztendlich dauerte es bis 1810, ehe Napoleon offiziell das Ende seiner Restriktionen bekannt gab, allerdings änderte sich daraufhin wenig. Dennoch beschränkten die Amerikaner daraufhin ihr Embargo auf die Briten. In der Folgezeit, unter dem neuen amerikanischen Präsidenten Madison, verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Amerika und England dramatisch, so dass man auf eine offene Konfrontation zusteuerte.  Madison präsentierte dem amerikanischen Kongress einen Bericht, der 6057 namentliche Fälle auswies, bei denen ein amerikanischer Matrose auf ein englisches Schiff gepresst wurde. Parallel dazu wurden im Nordwesten Amerikas viele Überfälle von Indianern auf amerikanische Siedlungen englischer Infiltration zugeschrieben. All dies war Grund genug, um England am 18. Juni 1812 den Krieg zu erklären.

Kriegsverlauf


Battle of Lake Erie Das amerikanische Militär war auf diese Konfrontation schlecht vorbereitet. Sowohl die Seekräfte, wie aber auch die Landkräfte waren den Briten vor allem in punkto Ausstattung und Erfahrenheit deutlich unterlegen.
Dazu kamen innere Probleme: Im Süden und Westen des Landes stand man dem Krieg positiv gegenüber, da man vor allem auf eine anziehende Wirtschaftslage hoffte. In Neu-England überwogen hingegen deutlich die Kriegsgegner, es wurde kaum Unterstützung gewährt und stattdessen sogar Handel mit dem feindlichen Kanada betrieben.
Die Kampfhandlungen zu Lande konzentrierten sich zunächst im Norden Amerikas. Die Amerikaner versuchten Kanada zu erobern, was jedoch scheiterte, von einigen Erfolgen abgesehen. Beispielsweise fand im September 1812 die Schlacht auf dem Eriesee statt. Die amerikanische Flotte, unter dem Kommando von Oliver Hazard Perry, besiegt die Engländer. Die englische Flotte fiel komplett in die Hand der Amerikaner.

Am 13. Oktober 1812 kommt es bei der Schlacht von Queenston Heights zu einer schweren Niederlage der USA. Obwohl es die erste große Schlacht des Krieges von 1812 ist, darf ihr Ergebnis durchaus als Entscheidend für den restlichen Verlauf des Krieges angesehen werden. Die Briten sind jetzt fest davon überzeugt, dass sie Kanada halten können. Ein schneller amerikanischer Erfolg zu Beginn des Krieges blieb damit aus und demotivierte die amerikanischen Soldaten.

Die Schlacht am Thames River vom 5. Oktober 1813 endet mit einem amerikanischen Sieg. Damit können die Amerikaner in diesem Krieg den ersten Sieg auf Land erreichen. Besonders schwerwiegend ist die Niederlage für die mit den Engländern verbündeten Indianer des Tecumseh Stammes. Mit der Niederlage schwindet auch ihre Hoffnung auf einen unabhängigen Indianerstaates.

Die Briten eroberten die Briten im Dezember 1813 das Forts Niagara und fielen anschließend in das Gebiet der Union ein und besetzten anschließend sogar Washington, wo sie öffentliche Gebäude, unter anderem auch das Capitol zerstörten.

Trotzdem war auf lange Sicht die Position der Vereinigten Staaten auf dem amerikanischen Kontinent unleugbar stark. Am 11. September 1814 endet die Schlacht bei Plattsburg, oder auch Schlacht auf dem Champlainsee genannt, mit einem Sieg der Amerikaner über die Briten. Die halbherzige britische Offensive, welche eigentlich die Verhandlungsführer in Gent unterstützen sollte, wurde zurückgeschlagen. Im Frieden von Gent mussten sich die Engländer daraufhin mit dem status quo begnügen und der Krieg endete ohne große Landgewinne.
Im Süden gelang es Jackson die Engländer, die mit 15.000 Mann bei New Orleans im Dezember 1814 gelandet waren, im Januar 1815 zu schlagen.
Ironie der Geschichte ist freilich, dass dieser Sieg szustande kam, nachdem bereits am 24. Dezember 1814 in Gent Friede geschlossen worden war.  Die Friedensverhandlungen wurden von britischer Seite aus geführt, da die Fortführung des Krieges gegen die Amerikaner wenig Erfolg versprechend aber vor allem teuer war. Die britische Regierung war daher zum Abschluss eines Friedensvertrages bereit, der die alten Verhältnisse wieder herstellte und keiner Partei Vorteile oder Nachteile brachte.


Auf die Politik Napoleons hatte der Krieg übrigens kaum Einfluss, da die Franzosen zu sehr mit ihrem Russlandfeldzug beschäftigt, als dass sie wesentliche Vorteile aus dieser Auseinandersetzung hätten ziehen können.